Der AcI ist eine Satzkonstruktion, die nach Verben des Fühlens, des Denkens oder des Wahrnehmens steht.
Im Deutschen wird der AcI dann mit einem "dass"-Satz übersetzt.
Avus servum laborare putat. Der Großvater glaubt, dass der Sklave arbeitet.
Bei einem AcI muss im Satz immer ein Akkusativ (servum) und ein Infinitiv (laborare) existieren. Der Akkusativ wird dann im Nominativ übersetzt und der Infinitiv als konjugiertes Verb.
Weitere Beispiele:
Marcum discedere cogito. Ich glaube, dass Markus lernt.
Caesar servum laboravisse scit. Cäsar weiß, dass der Sklave gearbeitet hat.
Serva servos laborare putat. Die Sklavin glaubt, dass die Sklaven arbeiten.
Zeitverhältnisse im AcI
Das Zeitverhältnis wird durch den Infinitiv bestimmt:
- Infinitiv Präsens (z.B. audire) → Gleichzeitigkeit (passiert gleichzeitig wie das Hauptverb)
- Infinitiv Perfekt (z.B. audivisse) → Vorzeitigkeit (ist vor dem Hauptverb passiert)
- Infinitiv Futur (z.B. auditurum esse) → Nachzeitigkeit (wird nach dem Hauptverb passieren)
Pronomen im AcI
- Ist das Subjekt im AcI das gleiche wie im Hauptsatz, wird das Reflexivpronomen se verwendet.
Marcus se Flaviam amare dicit. -> Marcus sagt, dass er (selbst) Flavia liebt.
- Ist es ein anderes Subjekt, wird oft eum/eam/eos/eas verwendet.